Der ‚Quizsessel‘: kein Streit bei Wettbewerben

Selbst wenn der Kurs nur aus 5-10 Schülern besteht, kommt es bei Wettbewerben oft zu Konflikten:
jemand antwortet, obwohl er nicht dran ist, schüchterne Kinder kommen nicht zum Zuge, Wettbewerbswütige drängeln sich ständig vor, keiner weiß, wer sich zuerst gemeldet hat, ….
Um diese Probleme einfacher zu kontrollieren, dem Bewegungsdrang der Schüler ein Ventil zu bieten und allen die Regeln auch handfest vor Augen zu halten, empfiehlt sich die Quizsessel-Weiterrutsch-Methode:

Es werden Stühle nebeneinander in eine Reihe gestellt: ein besonders interessanter Stuhl (z.B. Lehrersessel) ist der erste in der Reihe (der Quizsessel).

Stuhlreihe mit 'Quizsessel'

Wenn der Lehrer die Quizfragen stellt, gibt es insgesamt genau so viele Sitzgelegenheiten wie Teilnehmer.
Übernehmen Schüler der Reihe nach die Rolle des Fragestellers, wird ein Stuhl weniger hingestellt.

Das Kind auf dem Quizsessel darf als erstes die Quizfrage beantworten. Es hat dazu so viel Zeit, wie vorher dafür festgelegt wird: man kann abmachen, dass beispielsweise der Lehrer mit Gesten langsam bis 3 zählt.
Hat das Kind rechtzeitig die richtige Antwort gegeben, bekommt es einen Punkt (falls Punkte vergeben werden). Dann rutschen alle Schüler einen Stuhl weiter und das soeben befragte Kind sitzt nun auf dem letzten Stuhl der Reihe.

Gibt das Kind auf dem Quizsessel keine richtige Antwort, geht die Frage automatisch  an das direkt daneben sitzende Kind über. Sollte auch dieses keine korrekte Antwort produzieren, ist das nächste in der Reihe dran… usw. Wer die richtige Antwort gibt, bekommt den Punkt.
Dann rutschen alle einen Stuhl weiter und die nächste Quizfrage wird gestellt.

Auf diese Weise wissen alle, dass sie nicht mit der Antwort herausplatzen sollen (für die sie ja dann keine Punkte bekommen) und dass jeder die gleichen Chancen hat.

Übernehmen die Schüler das Fragenstellen, wird jeweils der letzte Quizsessel-Besetzer der neue Fragesteller.

 

Diese Methode ist dazu geeignet, Vokabeln spielerisch abzufragen, kontrollierte Dynamik in den Unterricht zu bringen und die Kinder durch Anregung des Wettbewerbsgeistes zum Lernen zu motivieren. Bei sehr kompetitiven Schülern ist jedoch es sinnvoll, häufiger kooperative Spiele in den Unterricht einzubeziehen.

 



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