Patmos 91 – Das Kirchlein am Wege

Patmos 1991

Das Kirchlein am Wege – Eine Malskizze

Trudl Wohlfeil, Griechenland

In Patmos arbeitete ich 1991 für ein Reiseunternehmen, das einen griechisch sprechenden Künstler und Maler gesucht hatte.

Als meine jüngste Tochter Isabel nach dem Studium auf dem Stellenmarkt der ZEIT nach einem passenden Job suchte, wurde sie für mich fündig. Ich hatte zwar nichts gesucht -war ich doch eingedeckt mit Mann, Familie und als Künstlerin- doch Isabel ließ nicht locker: „Du passt genau zur Stellenbeschreibung“.

Darum rief ich einfach an und bekundete mein Interesse. Wann ich mich vorstellen wolle,  fragte die Chefin, die mein Gespräch mit Spannung anhörte. „Morgen, wenn Sie möchten.“, sagte ich. Und so lud sie mich für den folgenden Tag nach Bonn ein – und engagierte mich auf der Stelle. Ich musste einige Annoncen verfassen und darin die Aktivitäten beschreiben, die ich am Ort anbieten wollte, für das neue Programmheft. Das tat ich postwendend, und also ging es im Frühjahr nach Patmos, das ich schon kannte.

Mein Mann und ich hatten seit dem Zusammenbruch des Obristensystems in Griechenland jedes Jahr einige Wochen dort verbracht. Auch die Kinder fuhren einmal zu dritt mit nach Kreta.  Wir kannten darum schon fast alle Inseln und auch Teile des Festlandes.

Nun aber war ich ganz auf mich alleine gestellt: ich bot drei Kurse an: in Malerei, Skizzenzeichnen und Wandern, sowie Wandern, Kultur und Botanik.

Wer sich von meinen im Programm angekündigten Aktivitäten angesprochen gefühlt hatte, reiste an.
Meine Aufgabe war es, die Kursteilnehmer -meist Lehrer und Lehrerinnen- am Schiff in Empfang zu nehmen, zu ihrer Unterkunft zu bringen, die Aktivitäten zu organisieren und zu leiten, und allgemein die Gruppe rundum zu begleiten.

Viele historisch und kulturell interessante Unternehmungen hatte ich für die folgenden 14 Tage vorgesehen: Wanderungen zu einsamen Bergklöstern, deren Nonnen oder Mönche uns ihre Kirchlein zeigten, vorbei an malerischen Stellen, die zum Zeichnen einluden – meist zu Fuß auf mir bereits bekannten Wegen, hinauf durch Berge und Schluchten hinab zum Baden an einsamen Stränden, Ausflüge per Boot in entlegene Ortschaften, und natürlich Einblicke in das griechische Leben mit einheimischem Essen, kulturellen Veranstaltungen …

Gleich am ersten Morgen nach dem Frühstück ging planmäßig die Arbeit los: nach der Einführung brachen wir auf zur ersten Kursveranstaltung, nämlich Patmos zu erkunden.

Wir wanderten den Hang hinauf. Wer Wandern mit Zeichnen gebucht hatte, konnte sowohl die Ausblicke genießen als auch die Pflanzen am Wegesrand kennenlernen. Wir saßen an schönen, ausgesuchten Plätzchen, um zu skizzieren und zu staunen, was Architektur und Natur auf dieser wundersamen griechischen Insel boten. Wir ließen uns Zeit und arbeiteten nicht nach der Uhr.

Dann steuerten wir die „Apokalypse“ genannte Höhle Johannes des Theologen an, auf halber Höhe zum Kloster von Patmos gelegen.

Danach besichtigten wir das mächtige Kloster mit seinen Festungsmauern. Kloster des heiligen Johannes in Patmos
Im Inneren bestaunten wir die wundervoll ausgemalte, Jahrhunderte alte orthodoxe Kirche mit ihrer großen Ikonostase. Die kunsthistorischen Erklärungen zum Bildprogramm der Ikonostase waren natürlich  Teil meines Kursprogrammes.
Im sehenswerten Refektorium erklärte ich der Gruppe die mönchische Kultur des Mittelalters; die gemalte Geschichte erfordert ein Eindenken in die religiösen Streitpunkte des westlichen und des östlichen Kulturkreises.

Fiel gerade eine kirchliche Feier während des Aufenthaltes an, wie zum Beispiel Pfingsten, konnten wir sogar am orthodoxen Gottesdienst und den anschließenden Festlichkeiten teilnehmen und so die einheimische Kultur besser kennen und verstehen lernen.
Wer hier bis zum Ende ausharrte, durfte die Schatzkammer dieses wichtigen Wallfahrtsklosters mit interessanten Höhepunkten erleben. Da gab es das Haupt des Apostels Thomas zu sehen, das jedem Besucher, der als Wallfahrer zum Pfingstfest nach Patmos gepilgert war, gezeigt wurde. Eine ungewohnte Sensation, die man man hier nicht vermutet hätte, es sei denn, man hatte die Geschichte von Patmos vorher studiert.
Von Reliquien erfuhren die Neugierigen an der Grabstätte des heiligen Christodolus, dem Begründer des Klosters, von dem ich schon im Religionsunterricht der Oberstufe durch unseren bewanderten Studienrat gehört hatte.
In der Klosterbibliothek wäre man am liebsten zum Forscher geworden. Und ich dachte mir sofort ein Thema aus. Heutzutage ist sie leider nicht mehr öffentlich zugänglich.
Das Museum barg Teile des Markusevangeliums, geschrieben auf rotem Pergament. Und um den Kursteilnehmern die allgegenwärtigen Ikonen näherzubringen, erklärte ich ihnen deren ikonographische Bedeutung und ordnete sie ein in die Geschichte der byzantinischen Malerei.
So schlug ich einen Bogen über historische und kulturelle Tradition und versuchte zum Verständnis der ganzen Inselgeschichte mein Scherflein beizutragen. Die Eingangspforte des für die Gläubigen heiligen Ortes war ein guter Platz dafür.

Danach bestaunten wir das kreisförmig um die erhabene Klosterfeste angelegte weiße Dorf Chora, eine Fundgrube an archtektonischen Ideen.  Bei Vangelis ließen wir uns zum Essen nieder, das man sich damals noch in der Küche aussuchen durfte, wie es früher allgemein üblich war. Dieses Restaurant besuchte ich mit allen Gruppen, denn die Küche, in der vorwiegend Vangelis‘ Frau das Sagen hatte, war  im ganzen Archipel bekannt.

Edition Trudl Wohlfeil - Stuhl im Café - GriechenlandZusammen gingen wir durch die wunderschönen schattigen Sträßchen und Durchgänge und schlenderten wieder bergab, am kleinen Kirchlein vorbei, mit einer Skizze im Buch, in unsere Hotels oder Wohnungen zurück.
Abends trafen wir uns zum griechischen Tanz, den uns der bekannte Tanzlehrer Christodolus auf der Hotelterrasse beibrachte. Danach ging es, immer noch gemeinsam, zum Abendessen, Besprechungen der Mal- oder Skizzenarbeiten inbegriffen.

Es war eine schöne, erfüllte Zeit auf der sonnigen Insel, die rings von Felsen und Meer umgeben ist. Ich werde nie vergessen, wie sehr mich die Arbeit dort forderte, zufriedenstellte und prägte.

Von Tanz und anderen für mich und die Insel wichtigen Ereignissen, auch davon, was Umweltschutz und Recycling für Europa bedeutet, schreibe ich, wenn ich eine wohlfeile Ikone aus Patmos vorstelle, erschaffen während der Zeit auf der Insel.

Nach 14 Tagen kam eine neue Gruppe an, ein neues Programm an Wanderungen und Aktivitäten, von mir gestaltet, begann. Auch sie hatten als erstes Ziel das Kloster als Zentrum der Insel, aber danach fuhren wir mit von mir gecharterten Schiffchen über das Meer zu weiteren schönen Sehenwürdigkeiten. Überall begegneten wir gastfreundlichen Menschen.

Ob das auch heute noch so ist?

Trudl Wohlfeil (1991/2026)

Agios Nikolaos oder das Kloster Taxiarchon

Edition Trudl Wohlfeil
Hamburg 1993

Trudl Wohlfeil

 

KENTAUREN UND SCHLANGEN AM PILION

Agios Nikolaos oder das Kloster Taxiarchon.

Kentauren begegneten mir nicht auf dem Pilion, obgleich ich dort einige Gesichter entdeckte, die noch von der legendären Urbevölkerung dieser unzugänglichen Bergregion abzustammen scheinen.
Gegen Schlangen und Skorpione, die nach Meinung der Einheimischen diese Urwälder, im­mergrünen Berge, Schluchten und Obstplantagen heimsuchen sollen, hatte ich für alle Fälle auf den Wanderungen immer einen Stock und das vom Bürgermeister wärmstens empfohlene Schlangenserum im Rucksack.
Der Apotheker verkaufte es mir mit dem Hinweis, ich könne es am Ende mei­ner dreimonatigen Wanderzeit wieder zurückbringen, wenn ich es nicht gebrauchen würde. Wie leicht hätte mich eine Schlange erwischen können – ausgerechnet an dem Tag, als ich mich von meiner Wanderhose befreite und in Shorts meine Malwandergruppe vor ein lohnendes Objekt gesetzt hatte: das Taxiarchonkloster.

Bei der Gluthitze saßen alle leicht geschürzt unter dem spärlich zu fin­denden Schatten hoher Bäume ringsum, wenn man von der schattenspendenen Laube der Kirche einmal absah. Diese alte schlichte Kirche, die von weitem eher wie ein behäbiges Bauernhaus wirkt und erst auf den zweiten Blick mit ihrer kaum angedeuteten Apsis am Chorhaupt ihr wahres Da­sein kundtut, ist gebaut wie fast alle Kirchen des Pilion. Kennt man eine, kennt man alle. Und dennoch sind sie in ihrer Innen- und Außendekorati­on so individuell gestaltete Kunstwerke und Kleinode, dass sie einen nicht mehr loslassen, wenn man erst einmal Gefallen an ihnen gefunden hat. Jeder kleine und größere Ort hat zumindest eine solche Kirche.

In Zagorá fällt die Wahl zwischen mindestens drei gut erhaltenen Kirchen schwer, von Makrinitsa, Kissos und Milies ganz zu schweigen. Dort bringt heute eine Restaurierungswerkstatt die über Jahrhunderte geschwärzten und verrußten Temperamalereien im Innern und im äußeren Narthex in ihrem alten farbenfrohen Glanz zum Leuchten. Es ist ein Fest für alle Sinne, dort eintreten zu dürfen, obwohl zur Zeit noch Gefahr durch die Meister bestehen, die in der Kuppel und in den Gewölben auf hohen Gerü­sten arbeiten. Eine Frau und ein Mann sind dort als Experten mit dem Wiederherstellen der ursprünglichen Malerei ohne Hinzufügung von Far­ben beschäftigt. Wer diese Prototypen gesehen hat, weiß zu schätzen, was in einer völlig abgelegenen Waldgegend das Kloster Taxiarchon mit seiner Kirche für den Wanderer im Pilion bedeutet.

 

Trudl Wohlfeil - Agios Nikolaos-Kloster TaxiarchonHohe jahrhundertealte Zypressen ragen in den Himmel, umgarnt von Knö­terich, Perückenstrauch und Efeu, die dem satten Grün ein frühlingsfri­sches Leuchten bescheren. Die Klostergebäude sind Ruinen, romantisch zerfallende weiße Fachwerkhäuser, die vor dem Wanderer, der durch ein hohes Farnfeld aufwärts steigt und sich mühsam den Weg bahnen muß, aus dem hohen Grün auftauchen. Und er sieht sie nur, wenn er nicht allzu beschäftigt auf seine Füße achtet. Die Kirche ist dann aber nicht zu über­sehen. Majestätisch und dennoch bescheiden erhebt sie sich auf einem kleinen Plateau inmitten einer überwucherten Wiese.
Sie wurde vor eini­gen Jahren durch einen Mäzen vor ihrem Zerfall bewahrt. Das Peristilion erhielt neue Holzstützen, und das breite Dach dieses für den Pilion so typischen Laubenumgangs wurde wieder mit den von Hand behauenen, grauglänzenden Schieferschindeln nach alter Pilionart gedeckt. Die schat­tige Wandelhalle als Narthex, Unterstand und erweiterter Kirchenraum bei Panegiris, Festgottesdiensten oder wichtigen Begegnungen ist heute ein freudig begrüßter Ruhepunkt des Wanderers. Früher wurde hier Recht ge­sprochen, hat man hier Versammlungen abgehalten, Pläne für den Frei­heitskampf geschmiedet und vieles mehr.

Die Maler und Wanderer meines Skizzenkurses lieben das Motiv. Von al­len Seiten bietet die kleine behäbige Kirche, eingebettet in zauberhafte Landschafts- und Meeresblicke, gute Ansichten für einen längeren Auf­enthalt mit Zeichenstift und Malpinsel. Dort ruhen sie entspannt im Schatten des einzigen kleinen Orangenbaumes oder in der Nähe des plät­schernden Quellwassers, das aus einem marmorgefassten Brunnen fließt. In der Stille des Ortes, die gar keine Stille ist, stören weder Menschen noch Maschinen. Eine Einsamkeit, die keine ist, lässt einen völlig zu sich selbst finden. Nur die Balzlaute der zirpenden Grillen und einiger anderer Insek­ten, vielleicht auch das Bellen eines Wachhundes des Bauern, der auf den Pflanzungen der früheren Klostergüter arbeitet, oder auch Vogelgesang sorgen fiir Leben in der Einöde.
Der Besucher, der sich unter einer der endlos hohen Zypressen glücklich und zufrieden hingestreckt hat, den blauen Himmel im Visier, lässt sein Auge umherschweifen. Es bleibt am Maulbeerbaum hängen, der spärlich nach einer wohl notwendigen Be­schneidung, neue Blätter hervorbringt. An seinen unteren Querästen hän­gen zwei Glocken mit einer Inschrift. Sie sind wie überall auf dem Pilion -oft in alten hohlen Platanen versteckt- Zeugen der Zeit, als die Kirchen dort noch keine Kirchtürme haben durften. Der Türke hatte es verboten. Manch einen reizt die herabhängende Schnur, die Stille des Ortes für kurze Zeit zu unterbrechen, doch die Ehrfurcht vor dem alten Glockenspiel, das zu Gottesdiensten, Feuersbrünsten oder Taufen läuten soll, gebietet Zu­rückhaltung. Schnell würde sicher der Bauer herbeigeeilt kommen, der unweit auf den Plantagen arbeitet.

Wer die Kirche umrundet, oder besser sie mit Pinsel und Zeichenstift zu erfassen versucht, entdeckt, dass sie ein zweites oberes Geschoß zu haben scheint, denn an beiden Längsseiten sind kleine rechteckige Fenster ne­beneinander gesetzt. Sie sollten ein zweites Stockwerk vortäuschen und dem Feind nur den Eindruck eines Bauernhauses vermitteln. Den leuch­tend weißen Anstrich von heute muss man sich wegdenken. So stand der graue Steinbau über Jahrhunderte sicher unauffällig in der freundlich ge­pflegten Wildnis.
Die Taxiarchonkirche bleibt dem Besucher meist ver­schlossen. Weil viel Unfug mit den kostbaren Kirchenschätzen, vor allem mit den alten Ikonen am Ikonostas getrieben wurde, kann man nur durch einen Fensterblick am Bischofstuhl, der reich geschnitzt und vergoldet im Raum steht, noch erahnen, wie es einmal ausgesehen haben mag. Nur am Festtag der Ortsheiligen ist die Kirche zur liturgischen Feier für jeden zugänglich. Einige Tage zuvor kommen Frauen und Männer der Gegend, um alle kirchlichen Gerätschaften, die Messingleuchter, die kleinen Öl­lampen und die Bänke zu putzen und auf Hochglanz zu bringen, die Wände zu weißein und den Staub des vergangenen Jahres hinwegzufegen.
Dann legen die herbeiströmenden Bauern und Freunde ihr Festtagskleid an. Während des Gottesdienstes werden die mitgebrachten selbstgebacke­nen Brote mit dem kunstvollen Stempel in einem Meer von Kerzen ge­weiht, während der Priester psalmierend und segnend um sie herumgeht. Am Ende der Feier dürfen alle vom ‚Arto‘ genannten Brot kosten, und wenn man Glück hat, auch vom restlichen Messwein, der die Runde macht. Fremde werden bevorzugt behandelt.

 

Taxiarchon heißen viele einsam gelegene griechische Klöster. Unser Taxiarchon ist ein Meilenstein des Glaubens, weit ab vom Lärm des Alltags in den Städten und Dörfern des wald- und obstreichen Pilion. Der Sultan hatte das Stück Land seiner Mutter zum Geschenk gemacht. Er wusste sich keinen Rat, wie das unwegsame Gelände wirksam zu beherrschen war, denn die Pilionmenschen verstanden es hervorragend, sich in der so schluchten- und baumreichen Gegend den Kriegsleuten und Steuereintreibern des Türkenherrschers zu entziehen. Auf diesen der Sultanin ge­schenkten Boden durfte kein türkischer Soldat mehr seinen Fuß setzen. So wuchs die Enklave zu Wohlstand und Reichtum heran, und der nährende schützende Kern einer Kirche mit Klosteranlage war Hort und Rückhalt in den harten Zeiten der Fremdherrschaft.
Der Pilion mit seiner Hauptstadt Zagorá wurde Zentrum reichen und fruchtbaren Handels mit vielen Län­dern der Welt. Arme und Reiche hatten ihre Heimat verlassen, oft getrie­ben aus Sorge ums Überleben oder auf der Flucht vor dem das Land Jahr­hunderte in Knechtschaft haltenden Türken. Im Europa der Aufklärung lernten sie das Gedankengut der Freiheit und Unabhängigkeit und damit ein neues Bewusstsein kennen. Es entfachte Mut zum Kampf und bot Hilfe für die Heimat in vielfältiger Weise.
Diese Auslandsgriechen wur­den mit zu den Urhebern, Förderern und Gründern von Schulen, aus de­nen später die Freiheitskämpfer von 1821 hervorgingen. Die Befreiung vom türkischen Joch gelang den Pilioten, das heißt den Einwohnern der Provinz Magnesia erst 1881 nach schrecklichen Niederlagen und auch Verrat in den eigenen Reihen. Die Mönche des Taxiarchonklosters hatten wie viele andere ihren Beitrag geleistet.

Ganz in der Nähe, nur etwa hundert Meter entfernt, steht inmitten einer unwegsamen und unzugänglichen Wildnis die kleine Nikolauskirche, von der kaum ein Einwohner des Dorfes Choreftó oder der über der Schlucht gelegenen Stadt Zagorá etwas weiß. Niemand kümmert sich um dieses alte kleine Gotteshaus, das in der verwunschenen Wildnis seinem endgültigen Untergang entgegensteht.
Ein junger Mann, der mit seiner Mutter aus Volos, der Provinzhauptstadt gekommen ist, um in der Nähe ihr dort liegen­des Grundstück zu beackern, Trudl Wohlfeil - Agios Nikolaos-Kirche im Pilionmachte mich auf die kleine zerfallende Kir­che aufmerksam. Während er nach modischem Brauch mit der Mutter inmitten des Kastanienwaldes auf einer sonnigen Fläche Gardenien züch­tet, für die man in Athen reißenden Absatz zu erzielen hofft, streifte er im Gelände umher und entdeckte die Nikolauskirche. Kein Wanderer kenne sie, ja würde sie je betreten, sagte er nur. Sie sei alt und zerfallen und dennoch sehenswert, zumal ich eine Malerin sei. Ich dürfe nur keine Angst haben, weil es dort Knochen und Schädel gebe.
Nein, das auf keinen Fall, sagte ich, diese Kirche möchte ich kennen lernen. Mitkommen solle ich, die Malerschüler könnten doch alleine bleiben für eine Weile, es sei ja ganz in der Nähe.
Während diese also aus dem richtigen Blickwinkel die treffenden Farben aus dem Aquarellkasten zu mischen begannen und um das wiederzugebende Sonnenlicht kämpften, damit die Taxiarchonkirche das wirkliche Leuchten behielt, stieg ich mit dem jungen Mann in das nahe gelegene Dickicht, aus dem hoch oben eine Riesenzypresse ragt. Nur des­halb glaubte ich fest an das Versprechen, dort eine Kirche zu finden.
Der junge Mann machte einen vertrauenerweckenden Eindruck. Ich hatte ihn auf anderen Wanderungen schon kennengelernt. Deshalb folgte ich ihm, stieg die steile bewachsene Böschung am Wegrand hoch und hielt mich, weil ich keinen Trudl Wohlfeil - Agios Nikolaos-Kirche. Pilion.Stab noch sonst etwas hatte, am Wurzelwerk des Gebüschs fest. Zum Glück hatte ich die Wanderstiefel an. Nicht weit vom stacheligen Gestrüpp, durch das wir an Felsengestein vorbeistiegen, stand plötzlich vor mir, inmitten einer hohen Wildnis, mit Dornen und Efeu bewachsen, eine kleine graue Mauer.
Wieder fragte mich der junge Mann, ob ich mich wirklich nicht fürchte. Ich könne ja jetzt noch zurück, dort hinten aber leicht einen Schock bekommen. Wieder wollte ich den Grund wissen. Und wieder gab er zur Antwort: da gibt es Totenschädel und Knochen. Und niemand hat sich das bisher angesehen. Nein, sagte ich fest, ich fürchte mich nicht, und stapfte nach nochmals fragenden Blicken des Jünglings hinter ihm her.
Erst räumte er Zweige und Aste aus dem Weg und warnte mich vor Schlangen. Davor hatte ich schon eher Angst. Das Serum war diesmal nicht auf meinem Rücken, aber ja auch nicht weit entfernt im Rucksack bei den Malerinnen. Noch einmal testete er meinen Mut, und als ich das dritte Mal „nein“ sagte, betraten wir endlich ein kleines zerfalle­nes Gebäude ohne Dach. Dort gab es nichts außer Gestrüpp zu sehen, und so gingen wir durch eine niedrige Pforte, die in einen weiteren feierlich anmutenden Raum führte.
Verwundert blickte ich umher. Stumm standen wir eine Weile inmitten der alten Nikolauskirche, einem hellen, lichten, kleinen offenen Raum, in den die Sonne direkt von oben schien. Das kunstvoll gemauerte Ziegelwerk der früheren Kuppel war noch in Ansät­zen zu sehen, ihr formschöner Halbkreis, jetzt überwölbt vom blauen Himmel, lag übermoost am Boden. Hier fühlte ich nichts Gespenstisches, nichts Unheimliches, ja eigentlich war es etwas, das mich geheimnisvoll fröhlich machte. Eine fast überirdische Heiterkeit leuchtete von den Wän­den und vom Himmel herab.
Das Apsisgewölbe war noch völlig erhalten, die Wandmalereien ließen mich einen Begeisterungsschrei ausstoßen. Die thronende Gottesmutter mit dem Kind schaute in ihrer vertrauten Art aus der Kalotte der Apsis. Ringsum die Wände und erhaltene Bögen des klei­nen Kirchenschiffs waren noch bemalt mit alten Fresken, die sich teilweise schon vom ursprünglichen Mauerwerk, auf das sie mit einer Mörtelschicht gemalt waren, absetzten.

Das ganze Programm einer orthodoxen Kirche, Heilige, ihre Viten und insbesondere die des heiligen Nikolaus, Hierarchen und Tetramorphen, wie man sie in vielen byzantinischem Kirchen findet, leuchteten pastellfarben von den Wänden.
Ich war ergriffen. Mir fehlten die Worte. Wie konnte solch eine Malerei sich unter freiem Himmel erhal­ten haben, wie die Witterung von Sommer und Winter in dieser luftigen Kirche überstehen? Mein erster Gedanke war: Retten! Die Malerei und die Kirche müssen gerettet werden! Sie dürfen nicht Plünderern und Zerstö­rern in die Hände fallen! Und sie sollen nicht weiter jedem Wetter ausge­setzt werden!
Die Gebeine, die in schlichten Weiß auf dem übermoosten eingestürzten Kuppelberg lagen, konnten mich nicht erschüttern. Das wa­ren sicher friedlich dahingeschiedene, redliche Mönche, die hier am Altar ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten. Ihnen gebührt Respekt und eine stille Grabstätte in dieser Kirche. Aber auch die Malerei sollte nicht dem Verfall preisgegeben werden, solange noch eine Hoffnung besteht, sie für künftige Generationen zu retten.

Vorsicht Schlangen, sagte der Junge, als ich erstaunt, erfüllt von dieser Schau, im Dickicht nahe dem Weg zum Taxiarchonkloster wieder an meine Malerinnen dachte, die ich fast vergessen hatte ob dieses Erlebnis­ses.
Neben und hinter die kleine Kirche riet er mir nicht zu gehen, denn alles war bis an die Türschwellen dicht mit Gestrüpp und Macchia be­wachsen. Er überzeugte mich. Mein Puls ging schneller als vor dem Auf­stieg, nicht weil ich mich vor den Schlangen fürchtete, sondern weil ich rasch zu meinen Malern zurückeilen wollte, um ihnen vom überwälti­gendsten Erlebnis meines diesjährigen Griechenlandaufenthaltes zu be­richten.

Schon auf dem Weg zurück bewegte mich der Gedanke, wie diese Malerei und die kleine Nikolauskirche gerettet werden könnten. Meine staunenden Schülerinnen wären am liebsten sofort zur Besichtigung ge­eilt, doch da sie mitten in der Malphase steckten, verschoben wir den Be­such auf später. Danach war es plötzlich Zeit geworden, den Heimweg an­zutreten. Auch sie ließ der Gedanke zur bloßen Besichtigung nicht mehr los, da ich ihnen so plastisch vor Augen führte, was ich gesehen hatte.

Mein Schlangenserum hätte ich dem Apotheker zurückgeben können, als ich am Ende meines Pilionaufenthaltes nicht einmal einer Schlange begeg­net war. Aber ich behielt es bis zur nächtlichen Heimfahrt über die Berge des Pilion, wo sich noch Fuchs und Hase gute Nacht sagen, in meinem Reise- und Wandergepäck. Man kann ja nie wissen. Vielleicht findet sich gar ein Schlangenliebhaber, der gerne das Aben­teuer, ein griechisches Kirchlein zu retten, finanzieren möchte. Am Pilion kann er es finden.

Trudl Wohlfeil

Τrudl Wohlfeil

ΚΕΝΤΑΥΡΟΙ ΚΑΙ ΦΙΔΙΑ ΣΤΟ ПΗΛΙΟ

Άγιος Νικόλαος και η Μονή Ταξιαρχών

(Μετάφραση από τα Γερμανικά Βάσω Βλαχοδημήτρη)

Αμβούργο, Μάρτιος 1994

 

Στο Πήλιο δεν συναντήθηκα με Κενταύρους παρ‘ ότι ανακάλυψα εκεί μερικά πρόσωπα που φαίνονταν σα να κατάγονταν από τους μυθικούς κατοίκους αυτής της απρόσιτης ορεινής περιοχής.

Κατά τις οδοιπορείες μου, για να προφυλάγομαι από τα φίδια και τους σκορπιούς, είχα πάντα μαζί μου, στο σάκο μου, για κάθε περίπτωση, ένα αντίδοτο για φιδοδάγκωμα, έναν ορό, που μου τον σύστησε θερμά ο δήμαρχος, καθώς και ένα μπαστούνι στο χέρι, γιατί κατά τη γνώμη των κατοίκων φίδια και σκορπιοί δεν σπανίζουν σ‘ αυτά τα πανάρχαια δάση, σ‘ αυτά τα καταπράσινα βουνά, τις χαράδρες και τους οπωρώνες της περιοχής. Ο φαρμακοποιός, που μου πούλησε τον ορό, μου είπε ότι μπορώ να τον επιστρέψω μετά το τέλος της τρίμηνης παραμονής μου στο Πήλιο, αν δεν μου χρειαστεί να τον χρησιμοποιήσω. Πραγματικά τι πιο εύκολο και πιθανό να με δαγκώσει ένα φίδι, όταν μια μέρα, ελευ­θερωμένη από το μακρύ οδοιπορικό μου παντελόνι, φόρεσα ένα σορτς και κάθησα μαζί με την ομάδα μου των οδοι-πόρων-ζωγράφων μπροστά σ‘ ένα θαυμάσιο αντικείμενο : τη Μονή Ταξιαρχών.

Μέσα στη φοβερή ζέστη καθόμασταν όλοι γύρω-γύρω κάτω από την ελαφριά προστασία, που μας πρόσφερε η σκιά κάποιων ψηλών δέντρων, η τόσο δυσεύρετη αν εξαιρέσουμε την ωραία ισκιερή κρεβατίνα της εκκλησίας. Αυτή η παλιά, απλή εκκλησία, που από μακριά μοιάζει περισσότερο με μεγάλο χωριατόσπιτο κι όχι με εκκλησία και μόνο με μια προσεχτικότερη ματιά δείχνει την πραγματική της ταυτότητα με τη μόλις διακρινόμενη αψίδα της, είναι χτισμένη σχεδόν όπως όλες οι άλλες εκκλησιές του Πήλιου.Όταν ξέρει κανείς μια τις ξέρει όλες. Παρ‘ όλα αυτά στον εσωτερικό και στον εξωτερικό τους διάκοσμο είναι τόσο διαφορετικά έργα τέχνης, πραγματικά κειμήλια, που έτσι και σου άρεσαν σε κρατάνε για πάντα δέσμιο κοντά τους. Κάθε μικρό ή μεγάλο χωριό έχει τουλάχιστον μια τέτοια εκκλησία.

Στη Ζαγορά η εκλογή είναι δύσκολη μεταξύ των τριών το λιγότερο καλά διατηρημένων εκκλησιών, για να μην αναφέρουμε καθόλου εκείνες τις Μακρυνίτσας, του Κισσού και των Μηλιών. Σήμερα δουλεύει εκεί ένα συνεργείο επισκευών, που ξαναδίνει στις τοιχογραφίες του εσωτερικού και εξωτερικού νάρθηκα, που είχανε μαυρίσει και σκουριάσει στο διάστημα αιώνων, την αρχική λάμψη στα χαρούμενα χρώματα. Είναι μια γιορτή των αισθήσεων όταν έχεις την τύχη να σου επιτραπεί να μπεις μέσα εκεί, μ‘ όλο που για τώρα υπάρχει κίνδυνος με τους μαστόρους που δουλεύουν, σκαρφαλωμένοι σε ψηλές σκάλωσες, στον τρούλο και τον θόλο. Μια γυναίκα κι ένας άντρας φροντίζουν, ως ειδικοί, για την επαναφορά της αρχικής ζωγραφικής χωρίς την προσθήκη νέων χρωμάτων. Μόνο εκείνος που έχει ιδεί αυτά τα πρότυπα, εκείνος μόνο μπορεί να εκτιμήσει τη σημασία που έχει για τον οδοιπόρο του Πηλίου η Μονή Ταξιαρχών με την εκκλησία της σε μια εντελώς απομακρυσμένη δασική περιοχή.

Ψηλά αιωνόβια κυπαρίσσια ορθώνονται προς τον ουρανό αγκαλιασμένα από αναρριχητικό πολυγόνατο. Κόγγιον θυσανωτό και κισσός χαρίζουν το λαμπερό ανοιξιάτικο τους πράσινο. Τα κτίρια είναι ερείπια. Ρομαντικά πεσμένα εργαστήρια προβάλλουν στα μάτια του οδοιπόρου που ανεβαίνει μέσα από πυκνές, ψηλές φτέρες και με δυσκολία ανοίγει δρόμο. Και τα βλέπει αυτά τα ερείπια μόνο αν δεν είναι πολύ απασχολημένος να προσέχει που πατάνε τα πόδια του. Όμως την εκκλησία δεν μπορεί να μην την προσέξει. Μεγαλοπρεπής κι όμως ταπεινή υψώνεται σ‘ ένα μικρό πλάτωμα μέσα σ‘ άφθονα φουντωμένο λιβάδι. Κάποιος Μαικήνας, πριν από μερικά χρόνια την προστάτεψε από την καταστροφή. Το περιστήλιο πήρε καινούργια ξύλινα στηρίγματα και η πλατιά οροφή, η τόσο τυπική για την περιοχή του Πηλίου, ξαναπελεκήθηκε με το χέρι και σκεπάστηκε με τις λαμπερές γκρίζες πλάκες, σύμφωνα με την παλιά παράδοση. Η σκιερή στοά του νάρθηκα, το υπόστεγο και ο διαπλατισμένος χώρος της εκκλησίας για τα πανηγύρια και τις γιορταστικές λειτουργίες ή τις σπουδαίες συναθροίσεις, προσφέρει σήμερα στον οδοιπόρο χαρούμενες, ήσυχες στιγμές. Παλιότερα αποδίδονταν εδώ δικαιοσύνη. Γινόντουσαν διάφορες συγκεντρώσεις και σχέδια για τον απελευθερωτικό αγώνα και πολλά άλλα.

Η ομάδα μου των ζωγράφων αγαπά το μοτίβο. Η μικρή αυτή παράμερη εκκλησία, όπως είναι τριγυρισμένη από ένα θαυμάσιο περιβάλλον στεριάς και θάλασσας, προσφέρει απ‘ όλες τις πλευρές της ωραίες προοπτικές για μια μακροχρόνια παραμονή εδώ με μολύβι και πινέλο ζωγραφικής. Ξεκουράζονται εδώ ησυχάζοντας κάτω απ‘ τον ίσκιο της μοναδικής μικρής πορτοκαλιάς ή κοντά στο νερό της πηγής, που κελαρίζοντας τρέχει από μια μαρμάρινη βρύση. Την ησυχία του χώρου, που μόνο ησυχία δεν είναι, δεν την ταράζουν ούτε άνθρωποι ούτε μηχανές. Μια μοναδική μοναξιά, που στην ουσία δεν είναι μοναξιά, σου επιβάλλει να αναζητήσεις τον εαυτό σου. Το τραγούδι των γρύλλων και κάποιων άλλων εντόμων, πιθανώς το γαύγισμα του σκύλου κάποιου χωρικού, που εργάζεται στα γύρω χωράφια του μοναστηριού ή το κελάδισμα των πουλιών φροντίζουν για το αίσθημα της ζωής σ‘ αυτήν την ερημιά. Ο επισκέπτης χαρούμενος κι ευτυχισμένος ξαπλώνει στον ίσκιο ενός πανύψηλου κυπαρισσιού σα να έχει καμάρα του όλο τον ουρανό κι αφήνει τα μάτια του να περιπλανηθούν γύρω κι αυτά καρφώνονται να βλέπουν αχόρταγα την ωραία μουριά, που μετά από ένα αναγκαίο κλάδεμα βγάζει το καινούργιο της αραιό φύλλωμα. Στα κάτω, τα σχεδόν οριζόντια κλαδιά της κρέμονται δυο καμπάνες με μια επιγραφή. Αυτές οι καμπάνες -όπως παντού στο ΙΙήλιο-κρεμασμένες συχνά σε γερο-πλάτανους είναι μάρτυρες μια εποχής, που οι εκκλησιές δεν επιτρεπόταν να έχουν καμπαναριό. Ο Τούρκος το απαγόρευε. Το σκοινί της καμπάνας σε βάζει σε πειρασμό να ταράξεις για μια στιγμή την ησυχία του χώρου, αλλά ο σεβασμός προς την παλία σημασία της κωδωνοκρουσίας, που καλούσε σε λειτουργία ή βάφτιση ή πυρκαγιά,   επιβάλλει συγκράτηση. Σίγουρα άλλωστε θα έτρεχε εδώ ο χωριάτης, που δούλευε κάπου μακριά στα χωράφια, για να ιδεί τι συμβαίνει.

Εκείνος που παρατηρεί την   εκκλησία προσεχτικά ή καλύτερα εκείνος που προσπαθεί με το πινέλο ή το μολύβι να την αποδώσει στο χαρτί, ανακαλύπτει ότι φαίνεται σα να είχε και έναν δεύτερο όροφο, γιατί διαπιστώνει ότι στις δυο μεγάλες πλευρές της υπάρχουν μικρά τετράγωνα παράθυρα το ένα κοντά στο άλλο. Πιθανόν να σχεδιάστηκε έτσι για να εξαπατηθεί ο εχθρός και να δημιουργήσει την εντύπωση ότι πρόκειται για ένα χωριατόσπιτο. Το σημερινό λαμπερό της άσπρισμα θα πρέπει να το ξεχάσει κανείς. Έτσι θα στέκονταν εκεί σχεδόν απαρατήρητο αυτό το γκρίζο πέτρινο κτίριο μέσα στο φιλικό άγριο τοπίο.

Η εκκλησία των Ταξιαρχών παραμένει για τον επισκέπτη συνήθως κλειστή κι αυτό γιατί έχουν γίνει στο παρελθόν πολλές ανεπίτρεπτες επεμβάσεις σε ότι αφορά στους πολύτιμους εκκλησιαστικούς θησαυρούς και προ πάντων στις παλιές εικόνες του εικονοστασίου. Αλλά ακόμα και τώρα μπορεί κανείς να φανταστεί κοιτάζοντας από το μικρό παράθυρο πάνω από τον επισκοπικό θρόνο, που είναι ξυλόγλυπτος και χρυσοποίκιλτος, μπορεί να φανταστεί πως θα φαινότανε κάποτε. Μόνο κατά την εορτή των Ταξιαρχών και μόνο κατά τη λειτουργία είναι ανοιχτή η εκκλησία για όλους. Μερικές ημέρες πιο πριν έρχονται γυναίκες και άντρες της περιοχής να καθαρίσουν τα εκκλησιαστικά αγγεία, να γιαλίσουν τα κηροπήγια και τα καντήλια, να ασπρίσουν τους τοίχους και να διώξουν τη σκόνη που μαζεύτηκε όλο τον περασμένο χρόνο. Μετά, τη μέρα της γιορτής, έρχονται οι χωρικοί ντυμένοι στα γιορτινά τους. Κατά τη λειτουργία ο παπάς ευλογεί τις λειτουργίες -που έφεραν οι γυναίκες, φκιαγμένες με τα ίδια τους τα χέρια και σφραγισμένες με τέχνη και αγάπη   με το φημισμένο παναγιάρι- ψέλνοντας ανάμεσα σε μια θάλασσα από κεριά και ανθρώπους. Μετά το τέλος της λειτουργίας μπορούν να δοκιμάσουν όλοι απ‘ αυτό το ψωμί, που λέγεται άρτος, κι αν είναι τυχεροί να γευτούν και από το υπόλοιπο κρασί της λειτουργίας. Οι ξένοι προηγούνται κατά την περιποίηση.

Ταξιαρχών λέγονται πολλά απομακρυσμένα ελληνικά μοναστήρια. Η δική μας Μονή Ταξιαρχών είναι ένα δείγμα πίστης, μακριά από τον καθημερινό θόρυβο των πόλεων και των χωριών του πλούσιου σε δάση και οπωροφόρα δέντρα Πηλίου. Ο σουλτάνος έδωσε αυτό το κομμάτι γης δώρο στη μητέρα του. Ο ίδιος δεν έβρισκε τρόπο να κυριαρχήσει αποτελεσματικά σ‘ αυτή την παράμερη περιοχή, γιατί οι άνθρωποι του Πηλίου, αυτής της δασόφυτης και πλούσιας σε χαράδρες περιοχής, καταλαβαίνανε θαυμάσια πως να ξεφεύγουν από τους πολεμιστές και φοροεισπράχτορες του τούρκου καταχτητή. Σ‘ αυτό λοιπόν το έδαφος, το χαρισμένο στη μητέρα του Σουλτάνου, απαγορευότανε να πατήσει το ποδάρι του τούρκος στρατιώτης. Έτσι αναπτύχτηκε σ‘ αυτό το κομμάτι „ελεύθερης“ γης ευημερία και πλούτος και ο γειτονικός πυρήνας μιας εκκλησίας με μοναστηριακά κτίσματα είταν καταφύγιο και στήριγμα κατά τα σκληρά χρόνια της ξένης κυριαρχίας. Το Πήλιο με την πρωτεύουσα του Ζαγορά έγινε κέντρο πλούσιου και αποδοτικού εμπορίου με πολλές χώρες του κόσμου. Φτωχοί και πλούσιοι είχανε εγκαταλείψει την πατρίδα τους διωγμένοι συχνά από το φόβο της επιβίωσης ή το μαχαίρι του Τούρκου, που αιώνες κρατούσε σε σκλαβιά τη χώρα. Στην Ευρώπη της Αναγέννησης γνωρίζονται με τις ιδέες της Ελευθερίας και της Ανεξαρτησίας και αποκτούν νέα συνείδηση.

Αυτή η συνείδηση τους άναψε το θάρρος για τον αγώνα και βοήθησε πολύπλευρα την πατρίδα. Αυτοί οι Έλληνες του Εξωτερικού έγιναν οι δημιουργοί, οι υποστηριχτές και ιδρυτές σχολείων από τα οποία αργότερα, το 1821, ξεπήδησαν οι αγωνιστές της ελευθερίας. Την απελευθέρωση του Πηλίου, δηλαδή του σημερινού Νομού Μαγνησίας, πέτυχαν οι κάτοικοι του το 1881 μετά από πολλές ήττες και δυστυχώς και προδοσίες απ‘ τις ίδιες τους τις γραμμές. Οι καλόγεροι της Μονής Ταξιαρχών, όπως και πολλοί άλλοι, προσφέρανε τη συνδρομή τους σ‘ αυτόν τον αγώνα.

Πολύ κοντά, μόνο σε εκατό μέτρα απόσταση, βρίσκεται παράμερα και δυσκολοπλησίαστη η μικρή εκκλησία του αγίου Νικολάου, την οποία σχεδόν κανένας κάτοικος του χωριού Χορευτά ή της Ζαγοράς δεν την ξέρει. Κανένας δεν ενδιαφέρεται γι αυτόν τον παλίο, μικρό οίκο του θεού, που με την γύρω άγρια βλάστηση είναι καταδικασμένος σε καταστροφή. Ένας νεαρός Έλληνας, που ήρθε με τη μητέρα του από τον Βόλο, την πρωτεύουσα του Νομού, για να καλλιεργήσουν ένα χωράφι τους εκεί κοντά, αυτός μου μίλησε γι αυτή τη μικρή μισογκρεμισμένη εκκλησία. Την είχε ο ίδιος ανακαλύψει τυχαία όταν τριγυρίζοντας στην περιοχή, όπου σε κάποιο ξέφωτο του δάσους από καστανιές καλλιεργούσε γαρδένιες για να τις μοσχοπουλήσει, όπως έλπιζε, στην Αθήνα, έφτασε μπροστά στο μικρό εκκλησάκι. Κανένας οδοιπόρος δεν την ξέρει. Δεν ξέρω αν κάποιος έχει διαβεί ποτέ το κατόφλι της, μου λέει. Είναι βέβαια μισοπεσμένη, συνεχίζει, αλλά για μια ζωγράφο σαν και μένα είναι ένα σπάνιο αξιοθέατο και να μην φοβάμαι που θα ιδώ εκεί οστά και κρανία. Αυτό δεν πρόκειται να συμβεί, τον βεβαίωσα, και θέλω πολύ να δω εκκλησάκι/Έπρεπε να τον ακολουθήσω. Οι μαθητές μου μπορούσαν να μείνουν εδώ στη Μονή Ταξιαρχών, γιατί είναι κοντά, σχεδόν δίπλα. Κι ενώ αυτοί διάλεγαν τα κατάλληλα χρώματα και φρόντιζαν να κάνουν την ανάλογη ανάμιξη τους, που θα απόδινε σωστά και φωτεινά την εκκλησία ανεβήκαμε με τον νεαρό το κοντινό σύθαμνο που στο τέρμα του υψωνόταν ένα πελώριο κυπαρίσσι. Αυτό το κυπαρίσσι και μόνο μ‘ έκανε να πιστέψω ότι εκεί μπορούσε να βρίσκεται μια εκκλησία. Ο συνοδός μου έκανε καλή εντύπωση και είχε κερδίσει την εμπιστοσύνη μου και επειδή τον είχα ήδη γνωρίσει σε προηγούμενες περιηγήσεις μου τον ακολούθησα. Ανέβαινα τη φουντωμένη κι απότομη πλαγιά και κρατιόμουνα, γιατί δεν είχα κανένα άλλο στήριγμα, από τις ρίζες των θάμνων. Για καλή μου τύχη φορούσα κανονικά παπούτσια οδοιπορίας. Όχι μακριά από τα αγκαθωτά θάμνα και τα βράχια, μέσα απ‘ τα οποία ανεβήκαμε, ανάμεσα σε άγρια χορτάρια, αγκάθια και κισσούς, παρουσιάστηκε μπροστά μου ένας μικρός γκρίζος τοίχος. Ο νεαρός με ξαναρώτησε αν πραγματικά δεν φοβάμαι, θα μπορούσα ακόμα να γυρίσω πίσω αν δεν ήθελα να τρομάξω μ‘ αυτό που θα έβλεπα πίσω από τον τοίχο. Ζήτησα να μάθω την αιτία και για απάντηση πήρα την πληροφορία ότι εκεί πίσω υπάρχουν οστά και κρανία ανθρώπων και ότι κανένας δεν τα έχει ιδεί μέχρι τώρα. Όχι, δεν φοβάμαι, είπα με βεβαιότητα και ακολούθησα το συνοδό μου, παρά τα συνεχιζόμενα ερευνητικά του βλέμματα. Καθάρισε λίγο το δρόμο από τα κλαδιά και τα ξερόκλαδα και μου επέστησε την προσοχή στα φίδια. Απ‘ αυτά είχα πράγματι φόβο. Το αντίδοτο δεν το είχα απάνω μου, αλλά δεν ήταν και μακριά ο σάκκος μου, που είχε μείνει πίσω μαζί με τις ζωγράφους. Για άλλη μια φορά δοκίμασε το θάρρος μου και όταν για τρίτη φορά τον βεβαίωσα ότι δεν φοβάμαι περάσαμε επί τέλους στο χώρο ενός μικρού μισογκρεμισμένου κτιρίου χωρίς σκεπή. Εδώ δεν έβλεπες τίποτα άλλο εκτός από χαμόκλαδα. Μπήκαμε από μια χαμηλή πόρτα σ‘ ένα γιορταστικό, ευχάριστο χώρο. Παραξενεμένη έριξα μια ματιά γύρω μου. Αμίλητοι σταθήκαμε για μια στιγμή στην μέση μιας εκκλησίας, της εκκλησίας του Αγίου Νικολάου, ένα φωτεινό, άδειο, ανοιχτό χώρο, όπου ο ήλιος έμπαινε κατ‘ ευθείαν από τον ουρανό. Ο τρούλος, φτιαγμένος καλλιτεχνικά με κεραμίδια, φαινότανε ακόμα στις προεξοχές, ένα ωραίο ημικύκλιο, σκεπασμένο τώρα μόνο από τον ουρανό, βρισκόταν μουχλιασμένος στο έδαφος.  Εδώ δεν βρήκα τίποτα το στοιχειωμένο, τίποτα το φριχτό. Εδώ βρισκόταν κάτι, που κατά ένα μυστηριώδη τρόπο με έκανε χαρούμενη. Μια σχεδόν υπέργεια ιλαρότητα αναδινότανε από τους τοίχους και από τον ουρανό. Ο θόλος της αψίδας είταν ακόμα καλά διατηρημένος. Οι τοιχογραφίες μου προκάλεσαν ένα επιφώνημα θαυμασμού.

Καθισμένη στο θρόνο η Παναγία με το παιδί κοίταζε με τον τόσο γνωστό της τρόπο από το σφαιρικό της αψίδας. Οι γύρω τοίχοι και τα γερά ακόμα τόξα του μικρού νάρθηκα είταν ζωγραφισμένα με παλιές τοιχογραφίες, που κατά ένα μέρος είχανε καταστραφεί ή καλυφτεί μ‘ ένα επίστρωμα σουβά. Ολόκληρο το πρόγραμμα μιας ορθόδοξης εκκλησίας βρίσκονταν εδώ. Οι άγιοι, η ζωή τους και ιδιαίτερα αυτή του αγίου Νικολάου, ιεράρχες και τετράμορφα, όπως τα βρίσκει κανείς σε πολλές βυζαντινές εκκλησίες φαντάζουν με φωτεινά χρώματα από τους τοίχους. Είμουνα συγκινημένη. Δεν μπορούσα να μιλήσω. Πώς είταν δυνατόν  τέτοια ζωγραφική να διατηρείται κάτω από τον ελεύθερο ουρανό, χωρίς  καμμιά  προστασία,  κάτω  απ‘   αυτές  τις μετεωρολογικές αλλαγές χειμώνα-καλοκαίρι σ’αυτήν την περιοχή που τη δέρνουν οι αέρες;

Η πρώτη μου σκέψη είταν:  Να σωθεί! Εκκλησία και ζωγραφική πρέπει να σωθούν. Δεν επιτρέπεται να πέσουν σε χέρια καταστροφέων και κερδοσκόπων κι ακόμα πιο πολύ να μη μείνουν έρμαια στη φθορά λόγω καιρικών συνθηκών. Τα οστά με το απλό τους άσπρο, που βρίσκονταν σωρομένα πάνω στον γκρεμισμένο θόλο καθόλου δεν με συντάραξαν. Σίγουρα αναπαύονταν εκεί ειρηνικά τα οστά μοναχών, που βρήκανε εδώ μπροστά στο ιερό την τελευταία τους κατοικία. Σ‘ αυτά τα οστά αξίζει σεβασμός κι όχι φόβος και ακόμα ένας σεμνός και ήσυχος τάφος μέσα σ‘ αυτήν την εκκλησία. Αλλά τι θα γίνει με τις τοιχογραφίες; Δεν πρέπει να παραδοθούν στη καταστροφή όσο υπάρχει ακόμα ελπίδα να σωθούν για τις ερχόμενες γενιές.

– Προσοχή φίδι! φωνάζει ο συνοδός μου, τη στιγμή που εγώ, γεμάτη θαυμασμό απ‘ αυτό το θέαμα, σκεφτόμουνα τις μαθήτριες μου στη μονή Ταξιαρχών, που τις είχα σχεδόν ξεχάσει. Έπρεπε, κατά τη συμβουλή του να πηγαίνω κοντά και πίσω από την εκκλησία, γιατί γύρω θράσευαν τα χαμόκλαδα κι οι θάμνοι. Ο σφυγμός μου ανέβηκε πιο γρήγορα απ‘ ότι κατά την ανάβαση, όχι γιατί φοβήθηκα το φίδι, αλλά γιατί βιαζόμουνα να γυρίσω γρήγορα στις μαθήτριες μου, για να τους διηγηθώ το κατακληκτικώτερο βίωμα μου κατά τη φετινή παραμονή μου στην Ελλάδα.

Στο δρόμο του γυρισμού δεν με άφηνε να ησυχάσω η σκέψη πως θα μπορούσε να σωθεί η εκκλησία του αγίου Νικολάου και οι τοιχογραφίες της. Οι κατάπληκτες μαθήτριες μου θα προτιμούσαν να τρέξουν αμέσως να χαρούν κι αυτές το θέαμα, αλλά είταν αδύνατο, γιατί βρίσκονταν στην πιο κρίσιμη φάση της δουλειάς τους κι έτσι αναβάλαμε την επίσκεψη για αργότερα. Αλλά το αργότερα δεν ήρθε, γιατί έπρεπε να πάρουμε το δρόμο της επιστροφής. Και εκείνες δεν μπορούσαν να απαλλαγούν από τη σκέψη να επισκεφτούν το μικρό εκκλησάκι.

Τον ορό για τα φίδια θα μπορούσα να τον επιστρέψω στον φαρμακοποιό όταν τέλειωσε η παραμονή μου στο Πήλιο, χωρίς να συναντήσω φίδι, αλλά τον κράτησα μέσα στις αποσκευές μου μέχρι τη νυχτερινή επιστροφή μου στην Γερμανία, πάνω από το Πήλιο, όπου λέει η αλεπού στο λαγό „καλή νύχτα“. Δεν ξέρει κανείς τι μπορεί να συμβεί. Πιθανόν να βρεθεί κάποιος που αγαπάει τα φίδια και που θα χαιρότανε να αναλάβει την περιπέτεια να χρηματο­δοτήσει το έργο σωτηρίας μιας μικρής ελληνικής εκκλησίας. Μπορεί να την βρει στο Πήλιο.

 

 

Malkurse Januar 2016 – Flüchtlinge im Winter

 

Frieden 2016 wünscht Trudl Wohlfeil - Aufruf zur Flüchtlingshilfe -Edition Trudl Wohlfeil- Scherenschnitt mit EL PAÍS

Frieden 2016 wünscht Trudl Wohlfeil – Aufruf zur Flüchtlingshilfe Edition Trudl Wohlfeil – Scherenschnitt mit Artikeln aus EL PAÍS

EDITION TRUDL WOHLFEIL / DIE MALSCHULE
66459 Kirkel /  Kaiserstrasse 97 / Telefon:901955

MALKURSE 2 und 3

         Samstag 30.01. und  06.02. 2016
             16 bis 18 Uhr.   Bitte anmelden.

 Nach dem Kurs vom 06.Februar 2016  um 20 Uhr
Ausstellung der Arbeiten zum Thema: 

Flüchtlinge im Winter.  

www.trudl-umdenken.eu

Ohne Kameraüberwachung

 

Ohne Kameraüberwachung - Die Stadt ist der Lebensraum für alle Menschen - Trudl Wohlfeil

Ohne Kameraüberwachung – Die Stadt ist der Lebensraum für alle Menschen – Trudl Wohlfeil

Ohne Kameraüberwachung

Die Stadt ist der Lebensraum für alle Menschen

Trudl Wohlfeil

Granada en Europa

 

Postkarten „Baraja granadina“

 

Ausstellung Trudl Wohlfeil  Granada en Europa 1985,  Galería Laguada (Granada / Puentezuelas)

Baraja granadina - Jarras y orzas de cerámica Fajalauza. Edition Trudl Wohlfeil, Granada en Europa 1985

Als Begleitobjekt der Ausstellung „Granada en Europa“ 1985  erfand und zeichnete ich die alten und neuen Motive in Form eines Kartenspieles, nach dem spanischen Schema der  Baraja. Die Keramikobjekte sind sehr unterschiedlich mit typischen Motiven dekoriert: sie zeigen  den Granatapfel, seine Knospen, Blüten  und Blätter in vielfältiger Ausführung in typisch blau-grüner Farbzusammenstellung  auf weißem Grund.

Das Kartenspiel sollte im Gegensatz zu den üblichen Spielkarten Baraja granadina - Flautas. Edition Trudl Wohlfeil, Granada en Europa 1985im Handel eine neue Form und neue Ideen in den gewöhnlichen Alltag bringen.

So münzte ich die zugordneten Figuren mit ihren Attributen einfach um. Es entstand ein typisch andalusisches Bilderlebnis.  Dazu muß erläutert werden, warum ich zum Beispiel Kerzen, statt wie wie bisher Degen, zeichnete.  Das gilt auch für die Keulen des Herkules. Im Europa des ausgehenden 20sten Jahrhunderts boten sich einem friedliebenden Geist statt Waffen und Schlagmaterialien neue Symbole an. Die rein männliche Ausstattung und Zuordnung für ein Kartenspiel  hatte ausgedient. Aus Keulen werden Flöten.

Baraja granadina -Platos de cerámica Fajalauza. Edition Trudl Wohlfeil, Granada en Europa 1985

Pädagogisch kam auch darin die Gleichberechtigung der Frau im Zentrum einer Baraja zur Geltung. Noch im Spanien der achtziger Jahre war ein Hinweis darauf, dass die Gleichberechtigung nicht nur auf tönernen Füßen stehen sollte, sondern beiden Geschlechtern gleichmäßig zugute kommen könnte, ein Desiderat. Die Flöten hatten schon immer in der Keramikbranche zu neuen Tönen auch das Geschäft angekurbelt. Neben meiner  Philosophie war auch dieser Wunsch die passende Aufforderung zum Umdenken.
Der Grund, ein Kartenspiel auf diese Weise den neuen Lebensformen anzupassen, und die Freude am Sammeln dieser Töpferware waren die Geburtshelfer meiner Baraja granadina. Granada mit seiner Kultur und Geschichte wurden mir durch die Beschäftigung mit Karl V. und die Reformation durch Luther zu einem guten Begleiter durch die Zeiten.

Baraja granadina -Platos de cerámica Fajalauza. Edition Trudl Wohlfeil, Granada en Europa 1985Daran war nicht nur mein  Mann als Historiker beteiligt. Die Tochter studierte in Granada und heiratete später einen Andalusier aus Granada.  Auch vielfältige Kunstreisen zu den bedeutungsvollen Stätten Luthers und Vorträge über die Kunst dieser Zeit, auch  mit meinem Mann, führten zu mehreren eigenen Ausstellungen im Lutherjahr, 1983 .

Nicht zuletzt deshalb waren nicht mehr Münzen, sondern einfach Teller der Form nach ein friedfertiges Angebot, das jetzt für beide Geschlechter gleichzeitig auch die Küche mit ihren Tellern und Krügen zum gemeinsamen Arbeiten beflügeln sollte. Das Leben ein Spiel. Das Spiel ein Leben.  Katharina, Luthers Frau, wird auch ein Schärflein beigetragen haben. Aber das ist ein weites Feld.

Postkartenserie „Baraja granadina“ (2 x 6 Postkarten, farbig bedruckter Karton, DIN A 6), 12 € + Versand per E-Mail-Formular bestellen

Baraja granadina: Postkartenset mit Fajalauza-Ware. Edition Trudl Wohlfeil, Granada en Europa 1985

Der Baum

Baum - Edition Trudl Wohlfeil - Aktionspostkarte

Der Baum

mit Texten von Grimmelshausen, aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618-48)

Aktion zugunsten St. Petri

Aktion zugunsten Sankt Petri - Edition Trudl Wohlfeil

Postkartenaktion zugunsten St.Petri, 1999

“Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen”
Schopenhauer

Schutz des Erdklimas

Schutz des Erdklimas - Edition Trudl Wohlfeil - Aktionspostkarte zu Weihnachten

Zeitungsscherenschnitt und Aquarellfarbe auf Karton. Gedruckte Weihnachtskarten.

Der Flüchtlingsstrom. Gedanken zum Thema. Spendenaktion.

Reisen 2010- Der Flüchtlingsstrom - Trudl Wohlfeil

Spendenaktion in Europa am 15.9.2015

Der Flüchtlingsstrom
Gedanken zum Thema

 


Der Flüchtlingsstrom wird immer größer.
Die Kriege, vor denen die Menschen fliehen, scheinen kein Ende zu nehmen.
Sie kommen zu uns in Scharen. Ihre Flucht gleicht einer Völkerwanderung, die wir nur aus Geschichtsbüchern kennen.
Was erhoffen die Menschen von uns und den Ländern, die sie auserkoren haben, um dort zu leben und neu zu beginnen, oder auch nur zu überleben?

Es ging uns in den letzten 50 Jahren in Europa sehr gut. In Deutschland leben wir in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Das sind die Voraussetzungen, um ein gutes Leben in Würde zu genießen. Dass dazu auch große Anstrengungen und Pflichten gehören, wissen wir. Wir haben es gelernt, wir, die wir Krieg und Armut, Obdachlosigkeit und Fluchterlebnisse kennengelernt haben.

Durch die globalen digitalen Netzwerke haben inzwischen auch diejenigen Menschen, die heute unter diktatorischen Regimes oder materieller Not leiden, erfahren, wie hoch unsere Lebensqualität ist, wie groß unser Wohlstand, wie gesund unsere Kinder aufwachsen und leben können, und welch gute Ausbildungschancen sie haben. Hier haben die Menschen Arbeit, und Arbeit ist, mit gutem Lohn, auch ein Weg zur Freiheit in allen Bereichen des Lebens.
Wenn das Leben durch Unterdrückung und Angst, Krieg und Verlust der Existenzgrundlage unerträglich wird, bleibt nur noch die Hoffnung, an einem anderen Ort neu zu beginnen.
Das freiheitliche, wohlhabende, nahe liegende Europa ist verständlicherweise das Ziel der meisten, die eine neue Bleibe suchen.

Man kann es den Zuwanderern nicht verdenken, wenn ihnen Europa – und insbesondere Deutschland – als ein Schlaraffenland erscheint, in dem das Geld an den Bäumen wächst: das Allround-Genusserlebnis, das uns von den Geschäften, ihren Internetauftritten und der Werbung im Allgemeinen vorgegaukelt wird, ist für Zugereiste nicht so schnell durchschaubar und leicht mit der Realität zu verwechseln. Leider gibt es auch bei uns Armut. Das wird in der Öffentlichkeit meist in anderen Zusammenhängen erwähnt.
Die Menschen, die jetzt mit ihren Nöten und Wünschen zu uns kommen, wissen natürlich – oder werden es schnell merken -, dass Freiheit und Wohlstand nicht als Geschenke vom Himmel fallen. Materieller Wohlstand hat seine Kehrseiten, und die persönliche Freiheit ihre Grenzen. Beides muss stets neu errungen werden: das Zusammenleben in einer Gemeinschaft erfordert tägliches Umdenken und Neuüberdenken, wie es demokratisch weitergehen soll.  Und jeder, der an dieser Gemeinschaft teilhaben will, muss daran mitwirken und dazu beitragen.

Die Kapazität der demokratischen Staaten und ihr guter Wille zur Aufnahme von Flüchtlingen steht vor vielen unvorhergesehenen Aufgaben. Sie sind schwierig zu  meistern. Wir Europäer sind nicht darauf vorbereitet, die Nöte der zu uns strömenden Menschen zu lösen. Es braucht Zeit, Geduld und gemeinsames Handeln.  ALLE MÜSSEN  ANPACKEN : EINHEIMISCHE UND ZUGEWANDERTE.

Europa braucht ein klares Konzept, um die neue, unerwartete Aufgabe zufriedenstellend zu lösen. Alle brauchen die nötigen Mittel. Sie zu beschaffen, wird unweigerlich auch Konflikte heraufbeschwören, hervorgerufen durch Unverständnis, mangelnde Hilfsbereitschaft und Angst um den eigenen Lebensstandard. Um Probleme und Ausschreitungen zu vermeiden, ist ein Um- und Mitdenken aller Europäer unerlässlich:
Wir sollten  uns darüber klar werden, dass die Aufnahme von politisch und materiell bedrängten Menschen und deren Familien einerseits zwar gewisse finanzielle Opfer von uns verlangt, dass aber andererseits ihre Einbürgerung uns auch bereichert, und das nicht nur in menschlicher und kultureller Hinsicht. Besonders auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands zu garantieren, brauchen wir den Zustrom leistungsmotivierter Mitbürger, die mit ihren Talenten und Fähigkeiten unsere Industrie unterstützen, den Weiterbestand vieler Gewerbe ermöglichen und mithelfen, die Altersversorgungen aller abzusichern.

Die freiwillige Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer und humanitärer Organisationen ist ein wichtiger Faktor, um das Ziel der Eingliederung dieser Flüchtlinge in Europa zu erreichen. Mit ihrem Einsatz vermitteln die Helfer vor allem menschliches Verständnis, was mindestens ebenso wichtig ist wie staatlich-bürokratische Unterstützung. aber nicht ausreichend, um dauerhaft alltägliche Probleme zu lösen.

Es ist Sache der europäischen Regierungen, so schnell wie möglich zu handeln, um die Integration all dieser Menschen zu gewährleisten – unabhängig von den notwendigen außenpolitischen Maßnahmen, die eine Flucht aus der Heimat unnötig machen würden. Zur Integration gehört eine kritisch  positive,  durchdachte Einstellung aller Beteiligten. Wohnraum und Hilfestellungen zur Selbsthilfe staatlicherseits stehen an erster Stelle. Intensive Sprachkurse und  gleichzeitige Betreuung durch Freiwillige (LEHRER, SCHAUSPIELER, SCHÜLER, HAUSFRAUEN, KÖCHE  und FAMILIEN mit Kindern, die Deutsch und die jeweilige Landessprache sprechen), um den Flüchtlingen bei den alltäglichsten Dingen eine erste Hilfe und Chance zu geben, sich zurechtzufinden, unser Land, unsere Gewohnheiten, Kultur und Gesetze zu verstehen und anzunehmen. Denn: wie soll man sich mit etwas identifizieren, das man nicht versteht? Deutsch ist eine schwierig zu erlernende Sprache.

Persönlich beschäftige ich mich schon seit Jahren mit der Flüchtlingsproblematik und mache mir Gedanken darüber,  wie ich selbst, als Künstlerin und Mensch, zu einer Lösung beitragen kann. Bereits 2014 bot ich in meiner Werkstatt kostenlose Deutschstunden für Flüchtlinge an, bei denen ich einige der in Kirkel wohnhaften syrischen Familien kennen und schätzen lernte. Leider konnte ich den Unterricht nicht kontinuierlich fortsetzen, weil sich inzwischen eine Gruppe gebildet hatte, die nach bestimmten Regeln alle Bereitwilligen eher verstört hat.  Deshalb habe ich ein neues Hilfsprojekt entwickelt, das einerseits zur finanziellen Unterstützung von geeigneten Organisationen beitragen könnte, und andererseits durch seine künstlerische Aussage zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung aller Mitmenschen anregen will. Ein weiteres Konzept, das sehr meine Handschrift auch in diesem Falle trägt, will ich nach erneutem Überdenken veröffentlichen. Es geht dabei um Ideen, die vielleicht nicht durchführbar sind. Aber wo ein Wille ist. war schon immer auch ein Weg.

Im Rahmen dieses Programmes werde ich während des nächsten Jahres meine zum Flüchtlingsthema geschaffenen oder zu schaffenden Kunstwerke auf meiner Web öffentlich vorstellen und den Betrag jedes verkauften Bildes direkt entsprechenden Projekten der Flüchtlingshilfe zukommen lassen.

Mit der  Postkarte, die diesen Artikel begleitet, möchte ich gerne  dazu beitragen:
Sie können damit andere Menschen , die nicht wissen wie sie helfen können, dazu auffordern, durch meine durch Malerei, Grafik  und Fotografie entstandenen Werke  die Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Ein jeder kann also an seinem Platz tätig werden. Das hilft auch, wenn es ehrlich gemeint ist. Beim Kauf der Kunstpostkarten  gehen 50 % des Preises an Flüchtlingsprojekte, die ich Ihnen bald benenne. Ohne Ihre Spendenhilfe bin auch ich „hilflos“.

12 Kunst-Postkarten „Reisen 2010 – Flüchtlingsstrom – Trudl Wohlfeil“, herausgegeben von Edition Trudl Wohlfeil (Farbdruck auf Karton, DIN A 6). Es geht noch mit Handarbeit, auch  das Verpacken und Versenden. Vielleicht wissen Sie einen anderen Weg. Schauen Sie auch in meine Webseiten, sie werden meine Arbeit besser verstehen. Ich danke Ihnen im Namen der Flüchtlinge.
12 € + Versand

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Ort: Trudl´s Werkstatt und Malschule, 66459 Kirkel-Neuhäusel / Saar, Kaiserstr. 97
Termine: jederzeit spenden
[Kontakt per E-mail]
Telefon: 0049-06849/901955