{"id":1719,"date":"2017-04-09T17:54:11","date_gmt":"2017-04-09T15:54:11","guid":{"rendered":"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/?p=1719"},"modified":"2019-05-19T12:23:02","modified_gmt":"2019-05-19T10:23:02","slug":"svz86-brot-olivenoel-kichererbsen-studie-zur-lebensqualitaet-der-unterschichten-im-spanien-karls-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/svz86-brot-olivenoel-kichererbsen-studie-zur-lebensqualitaet-der-unterschichten-im-spanien-karls-iii\/","title":{"rendered":"Brot \u2013 Oliven\u00f6l \u2013 Kichererbsen<br>Eine Studie zur `Lebensqualit\u00e4t\u00b4 der Unterschichten im Spanien Karls III."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1722\" src=\"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez.jpg\" alt=\"Brotdarstellungen - 1618 'El almuerzo' de Velazquez\" width=\"268\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez.jpg 869w, https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez-188x200.jpg 188w, https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez-768x817.jpg 768w, https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/1618-el-almuerzo-velazquez-141x150.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><\/a>Prof. em. Dr. Rainer Wohlfeil<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svz86RainerWohlfeil-Kichererbsen-TrudlWohlfeil-Brotdarstellungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brot \u2013 Oliven\u00f6l &#8211; Kichererbsen<\/a><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Eine Studie zur \u201eLebensqualit\u00e4t\u201c der Unterschichten im Spanien Karls III.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00f6nig Karl III. (1759 &#8211; 1788) gilt als aufgekl\u00e4rter Monarch. Mit dem Begriff Aufkl\u00e4rung wird gemeinhin die Vorstellung verkn\u00fcpft, da\u00df der aufgekl\u00e4rte Landesherr auch die Lebensbedin\u00adgungen seiner Untertanen verbes\u00adserte oder zumindest zu reformieren anstrebte. Gab es eine derar\u00adtige Zielsetzung? Sah sich die Reformpolitik der absolu\u00adtistischen bourbonischen Herr\u00adscher Spaniens im 18. Jahrhundert und be\u00adsonders Karls III. und seiner ma\u00dfgeblichen Mitar\u00adbeiter im Rahmen ihrer Umgestaltung und Mo\u00addernisie\u00adrung von Staat, Wirtschaft und Gesell\u00adschaft vor eine solche zentrale Aufgabe gestellt? Wurde sie zu l\u00f6sen angestrebt oder war sie zu\u00admindest in der Reformpolitik mitan\u00adgelegt? Da\u00df allen Spaniern ein Zustand des Gl\u00fccks be\u00adschert werden k\u00f6nne, wagten nur we\u00adnige zeitgen\u00f6ssische Autoren anzunehmen. F\u00fcr die \u00fcber\u00adwiegende Mehrzahl der An\u00adh\u00e4nger der Aufkl\u00e4rung standen die Fortschritte in Sa\u00adchen Ver\u00adnunft, Wissen\u00adschaft und Wirt\u00adschaft im Zentrum ihrer Bem\u00fchungen<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a>.\u00a0 [ &#8230; ]<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svz86RainerWohlfeil-Kichererbsen-TrudlWohlfeil-Brotdarstellungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">[Weiterlesen &gt;&gt; vollst\u00e4ndiger Text mit Fu\u00dfnoten im pdf-Format \/ neuer Tab &gt;&gt;]<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h6 style=\"text-align: center;\"><em>Bibliografische Information &#8211; svz 86<br \/>\n<\/em>Rainer Wohlfeil: <strong>Brot &#8211; Oliven\u00f6l &#8211; Kichererbsen.<br \/>\nEine Studie zur &#8218;Lebensqualit\u00e4t&#8216; der Unterschichten im Spanien Karls III.<br \/>\n<\/strong>(erg\u00e4nzt durch Beitrag<strong> Trudl Wohlfeil: Brotdarstellungen in der spanischen Kunst der fr\u00fchen Neuzeit<\/strong>),<br \/>\nin: Quantit\u00e4t und Struktur. Festschrift f\u00fcr Kersten Kr\u00fcger zum 60. Geburtstag, hg. von Werner Buchholz und Stefan Kroll, Universit\u00e4t Rostock 1999, S. 210 &#8211; 251 (bzw. S. 253ff.).<\/h6>\n<hr \/>\n<p>[ &#8230; ]\u00a0\u00a0 Gegenw\u00e4rtig wird in der deutsch\u00adsprachigen Litera\u00adtur die Frage von Horst Pietschmann in seiner hervorragen\u00adden, den neuesten Forschungsstand verarbei\u00adtenden, jedoch sehr knappen Dar\u00adstellung der Reform\u00adpolitik des auf\u00adgekl\u00e4rten Absolu\u00adtismus<a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a> &#8211; ebenso wie zuvor von Hartmut Heine<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a> &#8211; nur indirekt beantwortet. Auch Hans-Otto Kleinmann geht auf sie wenig ein<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a>. Die spanische Literatur im Kontext des Jubil\u00e4\u00adumsjah\u00adres 1988 hat der Frage kaum nachgesp\u00fcrt<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a>. Sie wurde nicht ein\u00admal von den Autoren eines Sammelbandes mit kritischer Betrachtungsweise als zentrale Aufgabe gesehen<a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Pietschmann zeigt auf, da\u00df vor allem milit\u00e4rische Reformen, au\u00dfenpoliti\u00adsche Ver\u00adwicklungen und Kriege die \u00f6konomischen Ressourcen der Monarchie so \u00fcberforderten, da\u00df der Staat in eine zunehmende Verschuldung geriet. Sie gef\u00e4hrdete seine politische Handlungsf\u00e4higkeit. Die Ausga\u00adben f\u00fcr Hof und Verwaltung traten hinzu.<\/p>\n<p>Aussa\u00adgen auf der Makroebene sind wichtig. Auf eine Mikro\u00adebene begibt sich die nachfol\u00adgende Studie. Sie sucht Daten \u00fcber L\u00f6hne und Einkommen, \u00fcber Er\u00adzeuger- und Klein\u00adhan\u00addelspreise zu ermitteln, um sich von einem derartigen Ansatz her an Aussagen anzun\u00e4hern \u00fcber die materielle Lebensf\u00fchrung jener Menschen, auf deren Arbeit und finan\u00adziellen Lei\u00adstungen die \u201aLebensqualit\u00e4t\u2018 von K\u00f6nig und Hof, hohem Klerus und Hochadel so\u00adwie der Spitzenkr\u00e4fte im wirtschaftlichen Leben beruhte. Wurde diesen Erbringern von Steu\u00adern und Abgaben auch \u201aLebensqualit\u00e4t\u2018 zugestanden? Wie sah sie ge\u00adgebenen\u00adfalls aus? Wurde ange\u00adstrebt, sie zu heben? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese zentrale Frage werden aus\u00adgew\u00e4hlte, in ei\u00adnem Arbeitsver\u00adh\u00e4ltnis le\u00adbende soziale Gruppen der Unter\u00adschichten in jener mehr als 90 Pro\u00adzent umfas\u00adsen\u00adden, demo\u00adgraphisch wach\u00adsenden, gesellschaftlich stark hetero\u00adgenen Bev\u00f6lke\u00adrung<a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> untersucht, die dem <em>estado llano, <\/em>dem nicht privilegier\u00adten \u201aGe\u00admeinen Mann\u2018, zuge\u00adrech\u00adnet wur\u00adden<a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a>. Ihre wirt\u00adschaftlichen Le\u00adbensbedin\u00adgungen stehen im Mittelpunkt der historischen Analyse, nicht die der staat\u00adlich legitimierten Armen <em>(pobres de solemnidad) <\/em>&#8211; jener Men\u00adschen, die Ar\u00admenrecht genossen<a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a>. Die \u201aanerkannten Armen\u2018 waren ebenso wie die professionellen Bettler ein Dis\u00adkussionspunkt un\u00adter Aufkl\u00e4rern, die sich kri\u00adtisch mit den \u00fcber\u00adlieferten Formen der Armenver\u00adsorgung ausein\u00adander\u00adsetzten, an die Stelle kirchlich organisier\u00adter Wohlt\u00e4tigkeit Selbstversor\u00adgung \u00fcber Arbeit stellen wollten<a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a>. Auch nicht einbezogen wer\u00adden die Haus- oder \u201aver\u00adsch\u00e4mten\u2018 Ar\u00admen <em>(pobres ver\u00adgonzantes) <\/em>und die Witwen und Wai\u00adsen<a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a>. Ebenso unbe\u00adr\u00fcck\u00adsichtigt blei\u00adben die \u201aUnterschichten\u2018 des geistlichen Standes<a href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Studie kann infolge der regionalen, sehr unterschiedlichen Sozial- und Wirt\u00adschafts\u00adstruk\u00adtu\u00adren im Spanien des 18. Jahrhunderts<a href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a> und des Mangels an einschl\u00e4\u00adgi\u00adgen Arbei\u00adten<a href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a> nur einen ersten Einstieg in die Thematik bieten und nur bedingt gene\u00adrelle Aussagen vorle\u00adgen. Die Daten entstam\u00admen vornehmlich Materialien aus der Hauptstadt Spaniens mit ihrem neu- und altkastilischen Umfeld und aus dem anda\u00adlusischen K\u00f6nigreich bzw. der Provinz Granada der Krone Kastilien mit For\u00adschungsschwerpunkt in M\u00e1laga. Andalusien wurde gew\u00e4hlt, weil diese Region mit 20,4 Prozent zum spanischen Staatshaus\u00adhalt beitrug und damit vor den ame\u00adrika\u00adnischen Besit\u00adzungen mit 20,3 Prozent lag<a href=\"#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a>. Zugleich blieb Andalusien im Untersu\u00adchungszeitraum von schwerwiegenden Ereignissen wie Epidemien oder Erdbeben verschont. Die Ent\u00adscheidung zu\u00adgunsten der Hafen- und Handelsstadt M\u00e1laga ergab sich aus pers\u00f6nlichen Forschungsbedin\u00adgungen. F\u00fcr die Wahl des Untersuchungszeitraums sprach auch, da\u00df im Ab\u00adlauf der Regie\u00adrungszeit Karls III. mit Einschr\u00e4nkungen zeitgem\u00e4\u00df normale Lebensbedingun\u00adgen gegeben waren, w\u00e4h\u00adrend ab etwa 1787 eine so starke Preisinflation einsetzte, da\u00df von an\u00adomalen Verh\u00e4ltnissen ge\u00adsprochen werden mu\u00df.<\/p>\n<p>Eine Grundlage jeder neuzeitlichen Staatswirtschaft ist das W\u00e4hrungssystem. Mit ihm und dessen Zahlungsmit\u00adteln \u2013 bis 1780\/82 nur M\u00fcnzen, deren Ausgabe wesentlich von den hispa\u00adnoamerikanischen Edelmetallieferungen abhing &#8211; befa\u00dft sich in gebotener K\u00fcrze ein erster Teil (I), abgeschlossen mit einem tabellarischen \u00dcberblick zu Ma\u00dfen und Gewichten im Raum Madrid. Auf die Grundla\u00adgen der spanischen Ern\u00e4hrung im 18. Jahrhundert geht ein zweiter Teil ein (II). Es schlie\u00dft sich ein dritter Teil an, in dem die Quellenlage zur Frage nach der Lohn- und Ein\u00adkom\u00admens\u00adstruktur unterer Schichten des <em>estado llano<\/em> und nach deren finan\u00adziellem Spielraum zur Le\u00adbensge\u00adstal\u00adtung knapp reflektiert wird (III). Erkenntnisse aus der Analyse der Daten wer\u00adden zuerst ver\u00addeutlicht am Beispiel von M\u00e1laga (IV), danach an Ma\u00addrid (V). Abschlie\u00dfend wird eine Ant\u00adwort zu den leitenden Erkennt\u00adnisin\u00adteressen einzubringen versucht (VI).<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">I<\/h4>\n<p>Das kastilische W\u00e4hrungssystem der fr\u00fchen Neuzeit beruhte auf seiner grundlegenden Re\u00adform durch die Katholi\u00adschen K\u00f6nige, Isabella I. (1451-1504) und Ferdinand V. von Kastilien (1452-1516; als K\u00f6nig von Arag\u00f3n Ferdi\u00adnand II.)<a href=\"#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a>. Der Wandel im M\u00fcnzwesen setzte an bei den Goldm\u00fcnzen. Unter Karl III. gab es f\u00fcnf Wertstufen &#8211; die M\u00fcnzen zu 8 e<em>scudos<\/em> &#8211; die \u201a<em>onza<\/em>\u2018, seit 1733 auch <em>peso<\/em> <em>duro de oro<\/em> und international <em>quadrupel<\/em> genannt -, zu 4 <em>escu\u00addos<\/em>, zu 2 <em>escudos<\/em> &#8211; auch als <em>doblon, dublone <\/em>oder<em> Pistole <\/em>bezeichnet -, zu 1 <em>escudo<\/em> und zu \u00bd <em>escudo<\/em>. Der <em>escudo<\/em> <em>de oro<\/em> zu 20 <em>reales<\/em> trug auch die Bezeichnung <em>veint\u00e9n<\/em>. Die <em>Pistole<\/em> mit urspr\u00fcnglich 6.20 Gramm Goldgehalt wurde seit dem 17. Jahr\u00adhundert zu einer Welthan\u00addels\u00adm\u00fcnze.<\/p>\n<p>Das neue W\u00e4hrungssystem wurde vor allem mit der Ordnung der Silberm\u00fcnzen durch den Erla\u00df der Katholischen K\u00f6nige vom 13. Juni 1497 aus Me\u00addina del Campo begr\u00fcndet. Diese M\u00fcnzordnung trug Spanien eine f\u00fch\u00adrende Rolle auf dem monet\u00e4\u00adren Felde in Europa ein &#8211; be\u00adson\u00adders im Mittelmeerhandel. Davon unbe\u00adr\u00fchrt blieben die &#8218;Scheidem\u00fcnzen&#8216;, beson\u00adders der <em>maraved\u00ed<\/em>. Entstanden im Mittelalter als ka\u00adsti\u00adlische Nachahmung einer Pr\u00e4gung der Almora\u00advi\u00adden wurde der <em>maraved\u00ed<\/em> zur grundle\u00adgen\u00adden Rechenein\u00adheit bestimmt, blieb aber zugleich kupferne Scheide\u00adm\u00fcnze mit mehreren Wert\u00adstu\u00adfen. <em>Maraved\u00edes<\/em> waren die Geldst\u00fccke, mit denen die ein\u00adfachen Menschen t\u00e4glich und am meisten zu tun hatten. Neben der M\u00fcnze zu einem <em>maraved\u00ed <\/em>gab es als weitere Scheidem\u00fcnzen St\u00fccke zu 8 <em>maraved\u00edes<\/em> &#8211; den <em>ochote<\/em> -, zu 4 <em>maraved\u00edes<\/em> &#8211; den <em>cuarto<\/em> -, und zu 2 <em>maraved\u00edes <\/em>&#8211; den <em>ochavo<\/em>.<\/p>\n<p>Der Erla\u00df von 1497 hatte die kleinste Silberm\u00fcnze, den <em>real<\/em> <em>de plata<\/em>, auf ein Gewicht von 3,24 Gramm bei einem Fein\u00adgehalt von 93 % Silber und 7 % Kupfer festgelegt<a href=\"#sdfootnote17sym\"><sup>17<\/sup><\/a>. Diesem <em>real <\/em>entsprachen 34 <em>maraved\u00edes.<\/em> Der gesetzliche Feingehalt an Silber wurde sp\u00e4ter mehrfach ge\u00admindert. Ausgegeben wurden im 18. Jahr\u00adhun\u00addert M\u00fcnzen zu \u00bd und zu 1 <em>real<\/em> , zu 2, zu 4 und zu 8 <em>reales<\/em>, in Amerika auch zu \u00bc <em>real<\/em>. Zentrale Be\u00addeutung erlangte die h\u00f6chstwertige Silber\u00adm\u00fcnze, die 8 <em>reales<\/em> wert war. Bezeichnet wurde sie als <em>real<\/em> <em>de a ocho<\/em>, <em>peso<\/em>, <em>peso<\/em> <em>fuerte<\/em>, <em>duro<\/em> oder spanischer <em>Piaster<\/em>. Als <em>duro<\/em> wird im gegenw\u00e4rtigen Sprachgebrauch die M\u00fcnze zu 5 <em>pe\u00adsetas <\/em>bezeichnet \u2013 ein monet\u00e4res Beispiel f\u00fcr den qualitativen Wandel eines Begriffs.<\/p>\n<p>Die Neu\u00adord\u00adnung selbst wurde, obgleich sie eigentlich nur f\u00fcr die sieben M\u00fcnzst\u00e4tten der Krone Kastili\u00aden galt, zur Grund\u00adlage des mone\u00adt\u00e4\u00adren Systems in Spanien unter den habs\u00adbur\u00adgischen und bourboni\u00adschen K\u00f6nigen, auch wenn es bis ins 18.Jahrhundert hinein in Spanien kein einheitliches M\u00fcnz- und Rechengeldsystem gab, die Kup\u00adferpr\u00e4gungen eingeschlossen. Unter dem ersten bourbonischen K\u00f6nig Philipp V. (1700-1746) erzwangen die hohen Kriegs\u00adkosten Ein\u00adgriffe in die W\u00e4hrungsgrundlagen<a href=\"#sdfootnote18sym\"><sup>18<\/sup><\/a>. Obgleich in M\u00fcnzst\u00e4tten des Mutterlandes und der \u00fcber\u00adseeischen Besitzungen ausgegebene M\u00fcnzen im ge\u00adsamten Herrschaftsbereich des spani\u00adschen K\u00f6nigs gleichberechtigte Zahlungs\u00admittel waren, f\u00fchrte die schlechte Pr\u00e4ge\u00adquali\u00adt\u00e4t der kolonialen M\u00fcnzst\u00e4tten<a href=\"#sdfootnote19sym\"><sup>19<\/sup><\/a> bis in die Herrschaftszeit Karls III. zwangsl\u00e4ufig dazu, da\u00df deren Produkte im Mutterland umgepr\u00e4gt wurden. Erst die M\u00fcnzreformen des 18. Jahr\u00adhun\u00adderts f\u00fchrten zu jenen Pr\u00e4\u00adgungen, die besonders \u00fcber den \u201aZwei-S\u00e4ulen-Taler\u2018 den <em>peso<\/em> zur Welt\u00adhandelsm\u00fcnze werden lie\u00dfen<a href=\"#sdfootnote20sym\"><sup>20<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Unter Ferdinand VI. (1746-1759) gab es nur geringf\u00fcgige Eingriffe in das M\u00fcnzwesen<a href=\"#sdfootnote21sym\"><sup>21<\/sup><\/a>. Erst unter Karl III. kam es aus dem fiskalischen Grund, dem Staat zus\u00e4tzliche Einnahmen zu ver\u00adschaffen, zu gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfnahmen<a href=\"#sdfootnote22sym\"><sup>22<\/sup><\/a>. Die Ver\u00e4nderungen setzten 1771 in den \u00fcberseeischen Besitzungen ein, das Mut\u00adterland folgte 1772. Sie waren verbunden mit ge\u00adheimgehaltenen Ab\u00adwertungen. F\u00fcr das Mut\u00adterland setzte die Pragm\u00e1tica vom 29. Mai 1772 die Ein\u00adf\u00fch\u00adrung eines neuen M\u00fcnzbildes fest, verbunden mit Absen\u00adkung des Feingehal\u00adtes beim Sil\u00adber\u00adgeld auf 90,3 Pro\u00adzent und bei Gold\u00adm\u00fcnzen bis 1786 anstatt bisher 22 Karat auf 21 \u00be Ka\u00adrat, d. h. auf 90,1 Prozent Edelmetal\u00adlanteil; von 1786 bis 1848 enthielten sie nur noch 21 Karat<a href=\"#sdfootnote23sym\"><sup>23<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Goldm\u00fcnzen wa\u00adren im Mut\u00adterland und in den \u00fcberseeischen Besitzungen gleichwertig, wur\u00adden jedoch in Spa\u00adnien und Amerika im Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis zu den Silberm\u00fcnzen verschieden bewertet. Die Absenkung des Feingehaltes der Gold\u00adm\u00fcn\u00adzen d\u00fcrfte ohne gr\u00f6\u00dfere Aus\u00adwir\u00adkung auf die Lebenshaltungskosten der Unterschichten gewesen sein, folgenreicher war die Abwertung der Silber\u00adm\u00fcnzen. Die Eingriffe von 1772 erbrachten beim <em>real<\/em> einen Wertverlust um 1,52 Pro\u00adzent ein, ab 1787 betrug er sogar 3 Prozent<a href=\"#sdfootnote24sym\"><sup>24<\/sup><\/a>. Unber\u00fccksichtigt blei\u00adben k\u00f6nnen die seit 1780 ausgegebenen <em>vales<\/em> <em>reales<\/em> \u2013 Schuld\u00adverschrei\u00adbungen mit Annah\u00adme\u00adzwang \u2013 und die ersten Banknoten der 1782 gegr\u00fcnde\u00adten \u201aBanco de San Carlos\u2018<a href=\"#sdfootnote25sym\"><sup>25<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Unterschichten benutzten im t\u00e4glichen Zahlungsverkehr vor allem folgende M\u00fcnzen:<\/p>\n<p><em>maraved\u00ed <\/em>(Werte: <em>ochavo, cuarto, ochote<\/em>), <em>real de plata <\/em>(Werte zu \u00bd, 1, 2, 4 und 8 <em>reales<\/em>)<a href=\"#sdfootnote26sym\"><sup>26<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>51 <em>maraved\u00edes <\/em>= 1 <em>real de plata <\/em>= 1 \u00bd <em>reales de vell\u00f3n<\/em><\/p>\n<p>Bei der Veranlagung zu Steuern und Abgaben, beim Abschlu\u00df von Vertr\u00e4gen und Handels\u00adgesch\u00e4ften arbeitete Spanien im Zeitalter Karls III. mit ungepr\u00e4gtem Rechengeld &#8211; der <em>moneda imaginaria de vell\u00f3n<\/em>. Rechengeldeinheiten waren mit Zentrum im <em>real de vell\u00f3n<\/em>:<\/p>\n<p><em>maraved\u00ed de vell\u00f3n,<\/em> <em>real<\/em> <em>de vell\u00f3n,<\/em> <em>escudo<\/em> <em>de vell\u00f3n, ducado de vell\u00f3n<\/em>, <em>peso<\/em> <em>de vell\u00f3n<\/em><\/p>\n<p>Das Rechengeld, wertm\u00e4\u00dfig ausgerichtet am Silberwert, erschien stabiler. Der <em>real de vell\u00f3n v<\/em>erlor aber unter Karl III. infolge der Verringerung des Silberan\u00adteils im <em>real<\/em> <em>provincial <\/em>auch an Wert &#8211; insgesamt 13 Prozent. Zwischen 1772 und 1785 entsprachen dem <em>maraved\u00ed de vell\u00f3n <\/em>0,03570 Gramm reinen Silbers.<\/p>\n<p>34 <em>maraved\u00edes de vell\u00f3n = <\/em>1<em> real de vell\u00f3n<br \/>\n<\/em>340 <em>maraved\u00edes de vell\u00f3n <\/em>bzw. 10 <em>reales de vell\u00f3n <\/em>= <em>escudo de vell\u00f3n<br \/>\n<\/em>375 <em>maraved\u00edes de vell\u00f3n <\/em>= 1 <em>ducado<\/em><br \/>\n512 <em>maraved\u00edes de vell\u00f3n <\/em>= 1 <em>peso de vell\u00f3n<\/em><\/p>\n<p>Gewichts- und Volumenma\u00dfe<br \/>\n<em>quintal = <\/em>46,014 Kilogramm = 4 <em>arrobas <\/em>= 100 <em>libras<br \/>\narroba<\/em><a href=\"#sdfootnote27sym\"><sup>27<\/sup><\/a> = 11,502 Kilogramm = 25 <em>libras<br \/>\nlibra<\/em><a href=\"#sdfootnote28sym\"><sup>28<\/sup><\/a> = 460 Gramm<br \/>\n<em>fanega<\/em><a href=\"#sdfootnote29sym\"><sup>29<\/sup><\/a> = 55,34 Liter<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h4 style=\"text-align: center;\">II<\/h4>\n<p>Im Mittelpunkt der Lebenshaltungskosten standen die Ausgaben f\u00fcr die Ern\u00e4hrung. Sie war auch im 18. Jahrhundert gekennzeichnet durch eine \u00fcberkommene Gen\u00fcg\u00adsamkeit<a href=\"#sdfootnote30sym\"><sup>30<\/sup><\/a>. Die t\u00e4gli\u00adchen Speisen der Spanier beruhten auf wenigen agrarischen Produkten<a href=\"#sdfootnote31sym\"><sup>31<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Zentrales Nahrungsmittel war der Weizen, gegessen vornehmlich als Brot, verkauft norma\u00adlerweise als <em>pan grande<\/em> mit einem Gewicht von zwei <em>libras. <\/em>Weizen wurde auch als Mehl zum Kochen einer Speise verwandt, die mit Wasser, Salz und Oliven\u00f6l bereitet wurde \u2013 eines Breies, der noch gegenw\u00e4rtig unter der Bezeichnung <em>gacha <\/em>verzehrt wird. Ein weiteres Ge\u00adricht waren <em>migas<\/em> \u2013 eine Speise aus Weizenmehl- oder Brotkrumen, die mit \u00d6l, Knoblauch und eventuell auch spanischem Pfeffer gebra\u00adten wur\u00adden.<\/p>\n<p>In der Mitte des 18. Jahrhunderts wur\u00adden zwei von der Bo\u00addenqualit\u00e4t abh\u00e4ngige Sorten Weizen unter\u00adschie\u00adden \u2013 der <em>trigo<\/em> <em>alhaga <\/em>und der <em>trigo<\/em> <em>marzal<\/em>, auch <em>marcial <\/em>oder <em>valenciano <\/em>genannt<a href=\"#sdfootnote32sym\"><sup>32<\/sup><\/a>. Die Sorten diffe\u00adrierten im Preis. Beispielsweise kostete in Miranda de Ebro 1752 die <em>fanega<\/em> \u201a<em>trigo alaga\u2018 <\/em>18, die <em>fanega<\/em> \u201a<em>trigo balen\u00adziano o marzial\u2018 <\/em>16 <em>reales<\/em>. Die Gemeinde Atienza in der Provinz Guadalajara unter\u00adschied zwischen einem <em>trigo puro<\/em>, auch <em>trigo comun <\/em>genannt, zu 15 <em>reales<\/em> f\u00fcr die <em>fanega<\/em>, und dem <em>trigo cente\u00adnoso<\/em> zu 13 <em>reales<\/em><a href=\"#sdfootnote33sym\"><sup>33<\/sup><\/a>. Bei letz\u00adterem han\u00addelte es sich um eine Mi\u00adschung zweier Sor\u00adten, die schon vor der Aus\u00adsaat hergestellt wurde. Aus ihrem Mehl wurde ein Brot gebacken, das die Bezeichnung <em>pan<\/em> <em>cente\u00adnoso <\/em>f\u00fchrte<a href=\"#sdfootnote34sym\"><sup>34<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Das Oliven\u00f6l deckte den Fettbedarf. In seiner Qualit\u00e4t l\u00e4\u00dft es sich nicht mit den heutigen Speise\u00f6len vergleichen. Es wurde von den Reisenden aus dem n\u00f6rdlichen Europa mit den in Spanien weitgehend nicht verwendeten tierischen Speisefetten wie Schmalz und Butter<a href=\"#sdfootnote35sym\"><sup>35<\/sup><\/a> als ihnen vertrauten verglichen und auf dieser Grundlage nicht nur negativ bewertet, sondern sogar verabscheut: Dem Oliven\u00f6l eignete nach ihren Urteilen ein unangenehmer Geruch, und es schmeckte ran\u00adzig<a href=\"#sdfootnote36sym\"><sup>36<\/sup><\/a>. Daran hatten offensichtlich auch einschl\u00e4gige Verordnun\u00adgen nichts \u00e4ndern k\u00f6nnen<a href=\"#sdfootnote37sym\"><sup>37<\/sup><\/a>. Diese Bewertung erscheint nicht ungerechtfertigt, weil die Oliven durch Insekten verunreinigt und mit \u00fcberlieferten groben Pre\u00dfverfahren bearbei\u00adtet wurden, die das \u00d6l fermentierten und ranzig werden lie\u00dfen. Erst im 19.Jahrhundert ist die Fabri\u00adkation des Oli\u00adven\u00f6ls ent\u00adscheidend verbes\u00adsert worden<a href=\"#sdfootnote38sym\"><sup>38<\/sup><\/a>. Den Reisenden befremdete auch, da\u00df das gleiche \u00d6l zum Tun\u00adken des Brotes, zum Kochen und gegebenenfalls Braten, zur Salatzubereitung und als Brennstoff in den Lam\u00adpen verwen\u00addet wurde.\u00a0\u00a0 [ &#8230; ]<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/svz86RainerWohlfeil-Kichererbsen-TrudlWohlfeil-Brotdarstellungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">[Weiterlesen &gt;&gt; vollst\u00e4ndiger Text mit Fu\u00dfnoten im pdf-Format \/ neuer Tab &gt;&gt;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. em. Dr. Rainer Wohlfeil<br \/>BROT &#8211; OLIVEN\u00d6L &#8211; KICHERERBSEN<br \/>Eine Studie zur \u201eLebensqualit\u00e4t\u201c der Unterschichten im Spanien Karls III.   <\/p>\n<p>K\u00f6nig Karl III. (1759 \u2013 1788) gilt als aufgekl\u00e4rter Monarch. Mit dem Begriff Aufkl\u00e4rung wird gemeinhin die Vorstellung verkn\u00fcpft, da\u00df der aufgekl\u00e4rte Landesherr auch die Lebensbedin\u00adgungen seiner Untertanen verbes\u00adserte oder zumindest zu reformieren anstrebte. Gab es eine derar\u00adtige Zielsetzung? Sah sich die Reformpolitik der absolu\u00adtistischen bourbonischen Herr\u00adscher Spaniens im 18. Jahrhundert und be\u00adsonders Karls III. und seiner ma\u00dfgeblichen Mitar\u00adbeiter im Rahmen ihrer Umgestaltung und Mo\u00addernisie\u00adrung von Staat, Wirtschaft und Gesell\u00adschaft vor eine solche zentrale Aufgabe gestellt?<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/svz86-brot-olivenoel-kichererbsen-studie-zur-lebensqualitaet-der-unterschichten-im-spanien-karls-iii\/\"><span>Weiterlesen &gt;&gt;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1722,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[366,394,327,392,393,395,325],"tags":[407,398,397,408,399,401,406,405,404,400,396,329,402,403],"class_list":["post-1719","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufklaerung","category-ernaehrung","category-fruehe-neuzeit","category-geldwesen","category-lebensbedingungen","category-sozialgeschichte","category-spanien","tag-brot","tag-ernaehrung","tag-gewichtsmasse","tag-karl-iii","tag-lebensbedingungen","tag-lebenshaltungskosten","tag-loehne","tag-madrid","tag-malaga","tag-muenzsystem","tag-preise","tag-spanien","tag-unterschicht","tag-zahlungsmittel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1719"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1887,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1719\/revisions\/1887"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reflejarte.es\/RAINERWOHLFEIL\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}